Oliver Bäumker
Bürgermeister für Oelde

Die ganze Stadt im Blick


Sport und Sportstätten

Halten wir unsere Sportanlagen, Hallen, Bäder und Stadien gepflegt und auf dem neuesten Stand, tun wir zugleich eine Menge für das Ehrenamt. Das zahlt sich aus!

In Oelde könnte das Jahnstadion beispielsweise eine überdachte Tribüne gut gebrauchen. Bleiben wir überall, vor allem auch in den Ortsteilen, am Ball. Dazu gehört auch eine Fortschreibung des Sportstättenkonzepts für das neue Jahrzehnt.

Dem Sport muss insgesamt eine stärkere Stimme verliehen werden. Durch die Schaffung einer Sportkommission, die zu gleichen Teilen aus Vertretern der Vereine und Politik besetzt ist, will ich eine bessere Kommunikation zwischen Rathaus und Ehrenamt erreichen.


Schulsozialarbeit

In den vergangenen Jahren ist die Einsicht gewachsen, dass zu guten Schulen auch eine gute Schulsozialarbeit gehört. Dazu hat die Stadt Oelde sukzessive weitere Stellen für entsprechend qualifiziertes Personal geschaffen und diese besetzt. Diese Politik der Jugendhilfe möchte ich fortsetzen und weiter ausbauen, damit gerade im Ganztagsbetrieb kein Kind verloren geht.


Offene Jugendarbeit – Rückendeckung für die "Alte Post"

Vor allem aber in den Ortsteilen ist das Angebot noch deutlich ausbaufähig. Hier werde ich eine Bedarfsermittlung veranlassen, die auch die Nachfrage nach mobilen und temporären Angeboten umfasst.

Die kostenlose Beförderung mit einem bedarfsangepassten öffentlichen Personennahverkehr für Kinder und Jugendliche innerhalb der Kernstadt und zwischen den Ortsteilen wird ebenfalls zu meinem Prüfauftrag gehören.

Wir müssen allen Altersgruppen und sozialen Schichten passende Angebote machen, so wie beispielsweise für Parkbesucher, Sportler und Senioren bereits jetzt schon gute Arbeit geleistet wird.

Ich möchte sozial Schwachen, Neubürgern, Alleinerziehenden, Migranten und Bildungssuchenden das Gefühl geben, dass sie in Oelde erwünscht, willkommen und daheim sind.


Hospiz

Sind wir in Oelde für die letzten Momente des Lebens optimal aufgestellt?

Ich behaupte: Nein! Denn: Es fehlt an einer palliativmedizinischen Einrichtung für schwerstkranke Menschen, es fehlt an einem Hospiz.

Was ist ein Hospiz? Ein stationäres Hospiz ist eine eigenständige Einrichtung, sowohl baulich, organisatorisch als auch wirtschaftlich. Jedes Hospiz verfügt über eigenes geschultes Personal und ein eigenes Konzept. Ziel ist es, da, wo eine Krankenhausbehandlung nicht mehr sinnvoll oder gewünscht ist, den Menschen an seinem Lebensende möglichst gut psychologisch, palliativpflegerisch und palliativmedizinisch zu betreuen und zu begleiten. Im Mittelpunkt des Hospizes steht der schwerkranke und sterbende Patient mit seinen Wünschen und Bedürfnissen. Ziel ist es, diese zu erfüllen und dem Sterbenden einen möglichst angenehmen Abschied in harmonischer Umgebung und ohne Angst zu ermöglichen.

Aber nicht nur um die Patienten, auch um deren Angehörige kümmert sich ein Hospiz. Sie werden beraten, in die Betreuung des Patienten einbezogen und können rund um die Uhr bei ihm bleiben, meist sogar im Hospiz essen und schlafen. Darüber hinaus kann es für die Angehörigen eine große Erleichterung sein, den Kranken in ständiger professioneller Betreuung zu wissen.

Geleitet wird ein Hospiz von einer in Palliativpflege ausgebildeten Pflegekraft. Die ganzheitliche Pflege und Versorgung erfolgt durch geschulte haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter, welche dem Thema Tod offen gegenüber stehen. Sozialarbeiter, Psychologen oder Seelsorger übernehmen die psychologische bzw. geistliche Betreuung. Die medizinische Versorgung stellen in Palliativmedizin erfahrene Ärzte sicher. Das gesamte Team eines Hospizes versorgt in der Regel acht bis 16 Patienten.

Aufgrund der ungleichen regionalen Verteilung ist eine Palliativstation für manche Menschen jedoch kaum verfügbar. So existieren in Nordrhein-Westfalen über 60 Hospize für Erwachsene, aber nur eines davon im Kreis Warendorf, bislang in Ahlen. Diese Lücke muss so schnell wie möglich geschlossen werden.

In Oelde, Stromberg, Lette und Sünninghausen werden deutlich verstärkte Anstrengungen unternommen werden müssen, um in Zukunft eine funktionierende hausärztliche Versorgung sicherzustellen. Die Einrichtung eines Hospizes im Stadtgebiet bietet dabei die Chance, unsere Stadt für junge Allgemeinmediziner und Internisten mit palliativmedizinischer Zusatzausbildung attraktiver zu machen.


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