Oliver Bäumker
Bürgermeister für Oelde

Gemeinsam Zukunft schaffen


Hier geht es zum vollständigen Interview im Oelder Schaufenster für Juni 2020


Keine Sorge um unsere Stadt

Gerade jetzt sollte niemand die Menschen mit düsteren Szenarien verunsichern. Wir leben in einer lebens- und liebenswerten Stadt – und das wird auch ganz gewiss so bleiben.

Dennoch wird die Welt in einigen Wochen anders sein als zuvor. Wir hoffen auf ein baldiges Ende der massiven Einschränkungen, die uns derzeit so schmerzlich treffen, mehr aber noch wollen wir gesund sein.

Der Mensch mit seinen ureigenen Bedürfnissen muss stärker in den Focus rücken, ihm gehört unser besonderes Augenmerk. Das wird die Konsequenz dieser Tage sein.


Erhaltung der Grundversorgung

Viel gründlicher als bislang werden sich Bürgermeister, Verwaltung und Politik in Oelde künftig Gedanken um die Versorgung der Bürger mit Dienstleistungen und Gütern des täglichen Bedarfs machen müssen.

Dazu wird ganz bald ein möglichst enger Schulterschluss mit der heimischen Wirtschaft, mit Produzenten, Dienstleistern, Händlern und Gewerbetreibenden, sowohl in der Innenstadt wie auch in den Ortsteilen, erfolgen müssen.

Möglicherweise werden wir auch einige Entscheidungen aus der Vergangenheit noch einmal gründlich überdenken müssen, um über die Förderung unserer Geschäftswelt das Ziel einer bestmöglichen Bewahrung der Grund- und Nahversorgung wirksam zu erreichen.

Ein Beispiel: Beleben wir die Oelder Innenstadt, indem wir den Weihnachtsmarkt und die Eisbahn dorthin bringen, wo sie hingehören, nämlich auf den Marktplatz. Auch können einige wenige und relativ kostengünstige Maßnahmen die dortige Aufenthaltsqualität bereits deutlich attraktivieren.


Mut zu unbequemen Entscheidungen

Zu überdenken gilt es auch die finanzielle Gesamtkonzeption für den Vier-Jahreszeiten-Park. Viele Bürger möchten zwei Jahrzehnte nach der erfolgreichen Landesgartenschau den eintrittsfreien Stadtpark als Oase der Naherholung zurückhaben – ein berechtigtes Anliegen, was noch durch den Wunsch der Menschen in den Ortsteilen, Investitionen gleichmässiger und damit gerechter auf das Stadtgebiet zu verteilen, verstärkt wird.

Zu einer möglicherweise notwendigen Konsolidierung des städtischen Haushalts gehört schließlich auch ein vorübergehender Verzicht auf im nächsten Jahr nicht zwingend notwendige Investitionen, beispielsweise die Errichtung der neuen Multifunktionshalle am Schul- und Sportzentrum.

Politik mit Augenmaß wird mehr denn je gefragt sein, dazu gehört aber auch Mut, unbequeme Entscheidungen zu treffen. Nicht gegen etwas, sondern für die langfristige Erhaltung der Handlungsfähigkeit unserer Stadt.

Zusammen können wir das allemal.

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